Die richtige Holzlagerung

Kaminholz sollte trocken und witterungsgeschützt gelagert werden, um eine saubere, effiziente Verbrennung zu gewährleisten und um damit einen sparsamen Holzverbrauch zu erzielen. Die Folgen bei der Verbrennung von frischem, feuchtem Holz sind, neben einer schlechten Heizleistung, auch ein starke Rußbildung sowie eine hohe Belastung für die Umwelt. Hier ein paar Tipps für die richtige Lagerung von Kaminholz:

  • Damit das Holz besser trocknen kann, sollte es in gebrauchsfertigen Stücken (Holzscheiten) gelagert werden.
  • Das Holz sollte nicht direkt auf dem Boden positioniert werden, da dieses sonst schneller verrotten und somit nicht mehr für die Verbrennung genutzt werden kann. Als Untergrund empfiehlt sich z.B. eine Palette oder Querlatte zu nehmen.
  • Das Holz sollte vor direktem Regen oder Schnee (z.B. durch eine obere Abdeckplane) geschützt werden. Hierbei darf das Holz nicht komplett abgedeckt werden, da sonst die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.

Die exakte Restfeuchtigkeit des Holzes kann mit Hilfe eines Holzfeuchte-Messgerätes exakt ermittelt werden. Die Restfeuchte sollte dabei nicht höher als 20% liegen.


Reinigung der Glasscheibe

Bei fachgerechter Luftzufuhr werden die Glasscheiben Ihres Kaminofens “gespült“, d.h. die Sekundärluft strömt über die Scheiben und verhindert, dass sich Russpartikel absetzen. Dennoch kann das Verrußen der Scheiben nicht vollkommen ausgeschlossen werden, denn mehrere Faktoren, wie z.B. Bedienung, Kaminzug oder Holzbeschaffenheit können die Verrußung bedingen. Eine regelmäßige Reinigung ist in diesen Fällen erforderlich.

Sollten die Glasscheiben Ihres Kaminofens verrußt sein, so reinigen Sie diese unmittelbar, damit sich die Russpartikel bei mehrmaliger Befeuerung nicht einbrennen. Zur Reinigung der Glasscheiben verwenden Sie bitte ein feuchtes Haushaltstuch mit klarem Wasser. Scharfe Gegenstände (z.B. Ceranfeldkratzer), lösungsmittelhaltige Reiniger oder Scheuermittel dürfen zur Reinigung der Glasscheiben nicht verwendet werden, da diese das Glas beschädigen können.

Durch die Verwendung von Eichenholz, Putzrückständen und/oder extrem hohen Verbrennungstemperaturen kann es zu „weißlichen“ Rückständen kommen, die sich nicht mehr mit herkömmlichen Methoden entfernen lassen. Eine Möglichkeit, diese Rückstände wirksam zu beseitigen, ist die Verwendung eines Ceranglasreinigers z.B. der Marke Sidol. Bitte beachten Sie bei der Reinigung unbedingt darauf, dass die Dichtung und andere Flächen nicht mit dem aggressiven Reiniger in Berührung kommen, da diese sonst beschädigt werden.


Filterfrei!

Keine Filtertechnik notwendig. Unsere Kaminöfen unterschreiten die derzeit geltenden Feinstaubgrenzwerte (2. Stufe BImSchV) deutlich. skantherm-Kaminöfen zeichnen sich durch eine durchdachte Konstruktion, modernste Fertigung und beste Verbrennungstechnik aus und benötigen daher keine zusätzliche Filtertechnik. Der Aufwand für Wartung und Austausch dieser Verschleißteile, die bei Kaminöfen anderer Hersteller entstehen können, entfallen somit.


Das richtige Feuer

Um eine emissionsarme Verbrennung sowie rußfreie Scheiben während des Abbrandes zu erzielen, empfehlen wir in der Anheizphase den Abbrand des Holzes von oben nach unten.

Hierzu benötigen Sie neben den normalen Holzscheiten ein sogenanntes Anfeuermodul. Dieses besteht z.B. aus 4 - 6 trockenen Tannenholzscheiten mit einem Querschnitt von ca. 3 x 3 cm und einer Länge von ca. 20 cm sowie einer Anzündhilfe wie z.B. wachsgetränkte Holzwolle. Bitte verwenden Sie zum Anfeuern möglichst kein Eichenholz.

Stellen Sie den Verbrennungsluftregler auf „volle Luftzufuhr“ ein und öffnen Sie, wenn vorhanden, das Rüttelrost. Platzieren Sie die Holzscheite in die Brennkammer. Bei ausreichend großer Brennkammergeometrie kann der Brennholzstapel gekreuzt angeordnet werden. Platzieren Sie anschließend das Anfeuermodul oben auf die Holzscheite. Die unteren Scheite des Anfeuermoduls liegen dabei quer zu den obersten Brennholzscheiten. In schmalen und hohen Feuerräumen stellen Sie die Holzscheite aufrecht an die Brennkammerrückwand auf. Breite Feuerräume mit wenig Tiefe befüllen Sie mit der Längsseite nach vorne. Wichtig ist ein genügender Abstand zwischen den Holzscheiten. Er sollte etwa ein Zentimeter betragen. Zünden Sie anschließend die Anzündhilfe an und schließen Sie die Tür. Das Feuer wandert nun langsam vom Anzündmodul oben zu den Brennholzscheiten nach unten. Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass Sie eine rauchfreie Verbrennung erzeugen. Weiterhin müssen Sie erst nach einiger Zeit wieder Holz nachlegen.

Tipp:
Um die Anheizphase zu beschleunigen können Sie die Kaminofentür auch einige Minutenangelehnt lassen. Hierdurch erhält das Feuer mehr Sauerstoff. Dieser Hinweis gilt nicht für raumluftunabhängig betriebene Kaminöfen (RLU), da hierdurch der raumluftunabhängige Betrieb der Feuerstätte nicht gewährleistet werden kann.


Fragen und Antworten rund um das Thema „BImSchV“

Was bedeutet BImSchV?
Die Bundes-Immissionsschutzverordnungen (BImSchV) sind Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland, die vor allem dem Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverschmutzung (Emissionen) dienen. In der novellierten 1. Stufe BImSchV, die seit März 2010 in Kraft ist, wurden erstmals auch für Einzelraum-Feuerungsanlagen, also auch für Kaminöfen, Emissionsgrenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid festgelegt.

Wie wirkt sich die BImSchV auf meinen bestehenden Kaminofen aus?
Die 1. Stufe BImSchV legt fest, dass Kaminöfen, die vor Inkrafttreten der Verordnung (also vor dem 22.03.2010) errichtet wurden, maximal 0,150 mg/m3 Feinstaub und 40 mg/m3 Kohlenmonoxid ausstoßen dürfen. Wenn diese Emissionsgrenzwerte eingehalten werden, darf der Kaminofen weiter betrieben werden. Sollte der Kaminofen die Grenzwerte nicht erfüllen, muss er mit einem Feinstaubfilter nachgerüstet oder stillgelegt werden. Hierzu hat der Gesetzgeber großzügige Übergangsfristen festgelegt. Diese lauten:

 

Zeitpunkt der Typenprüfung
(laut Typenschild)
Zeitpunkt der Nachrüstung
bzw. Außerbetriebnahme
Vor dem 01.01.1975
oder Jahr der Typenprüfung
nicht mehr feststellbar
31.12.2014
01.01.1975 – 31.12.198431.12.2017
01.01.1985 – 31.12.199431.12.2020
01.01.1995 bis 21.03.201031.12.2024

Wie erfahre ich, welche Emissionswerte mein Kaminofen hat?
http://cert.hki-online.de/geraete

Worauf muss ich beim Neukauf eines Kaminofens achten?
Das Gerät muss nach der 2. Stufe der 1. BimschV geprüft sein.


Richtig heizen mit Holz

Bedienungsanleitung eines AUSTROFLAMM Ofens